Die Augen sind der Spiegel der Seele

Want to know more about me? Visit my official website www.PinkSherbet.com! Alfresco in Her Eyes II. Edited version. Dining alfresco this afternoon. You can see the umbrella, trees and sky in her eyes. The reflection is real, I only adjusted the color and contrast and cropped. (piqs.de ID: 1fc54a04a5de21c898e6bc9ab44877ea)

Fotograf: D. Sharon Pruitt  /  http://piqs.de/fotos/160120.html

Blickt man in traurige Augen, kann man sehr häufig davon ausgehen, dass die Seele weint und verzweifelt ist! Jede Seele hat die unterschiedlichsten Verletzungen erfahren, meistens wurden diese allerdings nicht wirklich verarbeitet, sondern unterdrückt!

Der Monat November ist vom Wetter her schon trübe und dunkel, zusätzlich gibt es auch noch Gedenktage wie den Totensonntag. Wahrscheinlich ist das auch der Grund, dass gerade in diesem Monat extrem viele Menschen traurig gestimmt sind und häufig sogar unter Depressionen leiden. Oftmals erinnern sie sich an diesen grauen Tagen auch an tragische Dinge, die sie im Leben erfahren mussten.

Außerdem befinden wir uns in einer extrem hohen Transformationsphase, die bei vielen Menschen alte Themen hervorholt! Bei diesen Themen handelt es sich meistens um traurige Ereignisse, die mit den unterschiedlichsten Ablenkungen unterdrückt wurden.

Besonders Todesfälle innerhalb der Familie werden sehr häufig nicht richtig verarbeitet! Jedes Familienmitglied versucht stark für den anderen zu sein und unterdrückt damit seine eigene Trauer!

Freunde und Bekannte fühlen sich mit dieser Situation oftmals auch überfordert und scheuen sich Hilfe anzubieten. So bleiben die Hinterbliebenen mit ihrer Trauer alleine zurück!

Nicht nur für Alleinstehende beginnt eine schwierige Zeit, sondern auch für größere Familien. Spätestens nach der Beisetzung wird alles getan, um sich von dem traurigen Geschehen abzulenken.

Besonders tragisch ist es, wenn Kinder in jungen Jahren vom Vater oder der Mutter Abschied nehmen müssen.

Diese Kinder finden meistens in der Familie keinen Halt, da sie selbst mit der Trauer nicht fertig werden! Häufig wird die Trauer dann auch noch von finanziellen und organisatorischen Problemen begleitet!

Bereits sehr kleine Kinder spüren die Anspannung und Verzweiflung ganz deutlich! Sie versuchen häufig stark zu sein und die Tränen vergießen sie im einsamen Kämmerlein! Kinder haben sehr feine Antennen und spüren es ganz genau, wenn es einem Elternteil nicht gut geht! Sie versuchen dann stark zu sein, denn oftmals haben sie auch große Angst, den anderen Elternteil auch noch zu verlieren!

Anstatt mit den Kindern offen über den Verlust und die traurigen Gefühle zu sprechen, wird meistens alles getan, dass man die Kinder mit gespielter Fröhlichkeit auf andere Gedanken bringt!

Die Alltagsroutine lässt häufig die Trauer auch in den Hintergrund rücken, aber die nicht geweinten Tränen hinterlassen auf der Seele große Spuren!

In der letzten Zeit kommen häufig Menschen zu mir, die einen Todesfall nicht verkraftet haben. Natürlich versuche ich mich emotional von den ganzen traurigen Ereignissen abzugrenzen, aber immer gelingt es mir auch nicht ganz. Kraft tanke ich nach solchen Gesprächen mit meinen Hunden beim Spaziergang!

Besonders betroffen hat mich in der vergangenen Woche ein kleines 7-jähriges Mädchen gemacht, die große Angst vor dem Tod hat. Sie kam zusammen mit ihrer Mutter zu mir! Sie erzählte mir, dass ihre Tochter oftmals sehr traurig ist und dann zu weinen anfängt.

Warum sie so große Angst vor dem Tod hat, konnte sich die Mutter nicht erklären. Innerhalb der Familie hat es in den letzten Jahren keinen Todesfall gegeben. Wo durch die Ängste bei dieser kleinen Maus ausgelöst wurden, konnte nicht ergründet werden!

Ich habe die Kleine bei mir auf die Liege gesetzt und mich ihr in Augenhöhe gegenüber hingesetzt. Ich habe ihre kleinen Hände genommen und habe ihr den Tod aus meiner Sicht erklärt!

Ich habe ihr erzählt, dass der Tod genauso natürlich ist wie eine Geburt! Der Tod bedeutet ein Abschied für eine längere Zeit, vergleichbar mit einer Urlaubsreise. Man nimmt nur Abschied für eine gewisse Zeit. Außerdem sind die Verstorbenen immer bei uns, nur können es die meisten Menschen nicht wahrnehmen! Die Verstorbenen sind im Himmel sehr glücklich und fröhlich, weil sie dort all ihre Lieben, die vor ihnen gestorben sind, wieder treffen! Im Himmel sind die Familienmitglieder nur unglücklich, wenn sie sehen, dass ihre Lieben auf der Erde traurig sind!

Ich habe der Kleinen dann noch eine Geschichte von der „Kleinen Seele“ erzählt. Sie, sowie auch ihre Mama, hingen förmlich an meinen Lippen!

Während der ganzen Zeit habe ich ihre kleinen Hände gehalten und habe in ihre großen blauen Augen geschaut!

Es war eine ganz besonders intensive Begegnung, die auch ihre Früchte getragen hat. Heute Nachmittag stand die Kleine vor meiner Haustür, um mir eine Rose zu schenken. Strahlend sagte sie zu mir: Ich habe keine Angst mehr vor dem Tod und traurig bin ich auch nicht mehr!

Über das Thema Tod sollte aus meiner Sicht viel offener gesprochen werden, besonders mit Kindern.

Außerdem sollten wir alle achtsam sein und Menschen, die sich in schwierigen Situationen befinden oder denen es aus den unterschiedlichsten Gründen gerade nicht gut geht, die Hand reichen und Unterstützung anbieten. Menschen in schwierigen Phasen kann man häufig schon damit helfen, wenn man ihnen einfach nur zuhört und sie mal in den Arm nimmt! 

Natürlich sollte man nicht nur bei den „Kleinen“ so handeln, denn auch große Hände benötigen besonders in dieser Zeit häufig auch eine Hand, die ihre hält und einfach nur zuhört!

Oftmals fließen dann Tränen, aber das darf natürlich auch so sein. Denn Tränen sind die Perlen der Seele und oftmals beginnt dadurch der Heilungsprozess, der zu einem befreiten Leben führt!

Auch intuitiv zum Telefon greifen und einen Menschen anrufen, bei dem es gerade nicht so gut läuft! Sich einfach mal erkundigen, ob alles in Ordnung ist. Oftmals ist es dann gerade genau der richtige Moment, in dem man ihm Mut zu sprechen kann oder er sich gerade einsam fühlt!

Ich wünsche mir sehr, dass möglichst viele Menschen so handeln und ihr Herz für ein liebevolles Miteinander öffnen!

Aus meiner Sicht ist es auch ein sehr wichtiger Schritt, um aus dieser extrem lauten Zeit eine harmonische und friedliche Zukunft zu schaffen!

 

 

 

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